Ich habe die Kommentarfunktion in diesem Blog bisher nicht genutzt, wollte sie aber unbedingt einbauen. Ich habe Disqus ausprobiert. Es war cool, aber es stellte sich heraus, dass es nicht zu meinen Anforderungen passt.
Gedanken zu Disqus
Disqus bietet eine umfangreiche UI und viele Features, um über Blogposts zu diskutieren, erlaubt aber:
- anonyme Kommentare
- eingeblendete Werbung
Was anonyme Kommentare angeht: Glücklicherweise bekommt dieser Blog kaum Kommentare von Lesern. Allerdings erhalten in letzter Zeit viele Prominente unerbittlich aggressive Kommentare und leiden am Ende unter psychischen Problemen. Niemand kann garantieren, dass das nicht auch auf diesem winzigen persönlichen Blog passiert.
Eingeblendete Werbung bedeutet, dass Disqus Nutzerdaten trackt. Ich möchte nicht, dass sich meine Leser über Sicherheitsfragen Gedanken machen müssen.
Der Wechsel zu utterances
Also habe ich mich für utterances entschieden. utterances baut auf der GitHub-Issue-API auf: Die Kommentare werden in einzelnen GitHub Issues gespeichert.
utterances nennt als wichtigste Features:
Open source. 🙌
No tracking, no ads, always free. 📡🚫
No lock-in. All data stored in GitHub issues. 🔓
Styled with Primer, the css toolkit that powers GitHub. 💅
Dark theme. 🌘
Lightweight. Vanilla TypeScript. No font downloads, JavaScript frameworks or polyfills for evergreen browsers. 🐦🌲
Klingt gut, oder?
Zum Kommentieren muss man bei GitHub angemeldet sein1 — das liegt aber daran, dass GitHub Issues keine Gast-Kommentare erlauben.
Ich hoste meinen Blog in meiner privaten Cloud, während der Code auf GitHub liegt. Kommentare über Issues zu verwalten ergibt für mich daher mehr Sinn.
utterances einbauen
Hier beschreibe ich, wie ich es für meinen Hugo-Blog umgesetzt habe. In meinem Fall waren dafür allerdings nur ein paar Zeilen nötig.
Ich habe lediglich diese Zeilen in die config.toml eingetragen:
[params.utterances]
repo = "junkpiano/yusuke.cloud"
issueTerm = "pathname"
Beachtet, dass das vom Theme eures Blogs abhängt. Verschiedene Themes haben unterschiedliche Konfigurationen — werft am besten einen Blick in die README eures Themes.
Sobald ihr die config.toml fertig ausgefüllt habt, startet euren Blog:
hugo serve -D # -D option includes draft posts. Remove it if you don't need it.
Danach seht ihr unter euren Blogposts ein Kommentarformular.
Fazit
Jetzt, wo ich eure Kommentare empfangen kann: Sagt unten Hallo!
Falls euch GitHub nichts sagt: GitHub ist die Plattform, auf der Entwickler Quellcode speichern und mit anderen Entwicklern teilen. Schaut euch auch diesen GitHub-Guide an: Mastering issues. ↩︎