Ich habe damit experimentiert, meinen Microblog zu automatisieren, sodass er aus GitHub Issues generiert wird.
In diesem Blogpost zeige ich, wie ich meinen Blogging-Workflow neu gestaltet habe.
Systemdiagramm

Alle Pipelines laufen auf der GitHub-Plattform.
Motivation
Normalerweise googeln wir unsere Probleme und kopieren Code von Stack Overflow. Das war’s. Mehr nicht. Aber irgendetwas haben wir dabei doch gelernt — und genau das sollten wir festhalten.
Ich blogge gerne, aber das Schreiben am Computer ist irgendwie mühsam. Ich brauchte eine Publishing-Methode, die auch auf dem Smartphone funktioniert.
Drittanbieter-Dienste wie Medium kommen für mich nicht infrage, weil ich meine Inhalte selbst verwalten möchte.
Umsetzung
Ich bin auf das GitHub-Actions-basierte Blog r7kamura/diary gestoßen. Sein Code hat mich inspiriert, mein eigenes System zu schreiben.
Als Basis habe ich zunächst ein Jekyll-Blog genommen, einen in Ruby geschriebenen Static Site Generator. Der Grund: Ich habe ihn früher benutzt und kenne mich damit aus.
Mir fiel auf, dass r7kamura eine eigene GitHub Action erstellt hat. Eine eigene GitHub Action zu bauen war eine technische Herausforderung, aber ich bin seinem Ansatz gefolgt.
https://github.com/junkpiano/til-cli
Das Tool durchläuft alle GitHub Issues, die geschlossen und gelabelt sind. Labels behandle ich als Kategorien. Derzeit soll jedes Issue genau ein Label haben (Code).
Er scheint neben dem Issue-Text auch die Kommentare zu parsen, ich verwende aber nur den Haupttext.
Am Ende generiert til-cli alle Beiträge sowie die Archivseite, sobald sich an den GitHub Issues etwas ändert.
Durch das Bauen eigener GitHub Actions habe ich verstanden, wie viel Tiefe in GitHub Actions steckt.
Warum GitHub Issues?
Weil es so einfach ist wie das Verwalten eines Blog-CMS.